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Kurzer Abstecher nach Polen / 14.6.23



Wir sind gut erholt und uns gelüstet es nach Dänemark. Dafür müssen wir einen kleinen Umweg über Schweden machen. Es gibt nämlich vom nahen Swinemünde eine Fähre nach Trelleborg. In sechs Stunden kann man sich gemütlich über die Ostsee schaukeln lassen.


Ganz so einfach, wie wir uns das gedacht hatten, war die Sache dann doch nicht. Um zum grossen Fährhafen im bereits polnischen Swinemünde zu gelangen, muss man den Fluss Swine ebenfalls per Fähre überwinden. Da es zur Zeit noch die einzige Verbindung über den Fluss ist (ein Tunnel steht kurz vor Eröffnung), bedeutet das Wartezeiten von bis zu zwei Stunden! Also buchen wir "Camping Tramp" in Kolczewo auf der anderen Flussseite in Polen, um unsere Fähre am Donnerstag nicht zu verpassen.



Campen geht hier in Polen wirklich sehr entspannt! Man reserviert seinen Platz ja inzwischen fast überall wie ein Hotelzimmer online. Brav fülle ich das Online-Formular aus, worauf folgende Antwort kommt: „Hallo, Campingplatz ohne Reservierung. Willkommen." Und tatsächlich durften wir sogar während der Mittags-Ruhezeit rein und uns installieren, wo es uns gefiel. In der Schweiz und in Deutschland undenkbar. Mittags kommt man in keinen Platz rein, manchmal sogar bis 15 Uhr!




Wir könnten hier zur Abwechslung mal ein wenig Fussball spielen. Aber weil das Wetter grad so schön und die Ostsee-Bise immer noch zügig ist, packen wir unsere Badesachen aufs Velo und radeln los. Denn ich hatte auf Google Maps auch hier ein Inland-Seeli gefunden. Doch so ein polnisches Seeli will offensichtlich keine Badegäste haben. Der erste Zugang wird durch einen privaten Campingplatz versperrt. Der zweite durch sehr dichtes Dickicht. Und dann gehts nur noch über Schotterpisten in grossem Abstand zum See um ihn herum. Auf der "bewohnten" Seite stehen eine Handvoll Häuschen doch alles ist komplett eingezäunt. Ob die sich selber, ihre Häuser oder einfach ihre Seezugänge vor Schweizer Velofahrern schützen, bleibt uns verborgen. Genau so wie das Badeseeli.


Briefkästen im polnischen Hinterland


Also zurück zum Campingplatz und ein bisschen Wäsche waschen. Etwas beunruhigend finde ich den Mann, der vor seinem Zelt die Axt schwingt und Holz hackt. Ich denke, dass er sich vielleicht einen Zaun um seinen Wohnwagen bauen will. Doch als ich meine Wäsche aus der Maschine hole, brennt sein Feuerchen schon lichterloh. Und es bleibt nicht das einzige Lagerfeuer auf dem Platz! Ganze Bäume liegen hier rum und warten offenbar nur darauf, von kräftigen Männern zu Brennholz verarbeitet und verfeuert zu werden. Find ich grundsätzlich prima und würde das jetzt grad sehr gerne selber tun. Also nur feuern, nicht hacken. Aber wie war das jetzt nochmal mit Waldbrandgefahr Stufe 5??? Gilt offenbar nicht für Polen...



Seis drum. Die Bar am Ausgang zum Strand serviert ganz gute Cheeseburger und kühles Bier. Kann man mitnehmen an den Strand. Und das Beste hier in Kolczewo: die Sonne versinkt im Meer! Dzieki! Das einzige polnische Wort, das wir können: Prost!



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