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Altes Land auf verbotenen Wegen / 27.6.23



Ungern verlassen wir unseren Bauernhof aber so langsam muss es ja wieder Richtung Süden gehen. Nächste Station ist das "Alte Land", ein riesiges Obstanbaugebiet südlich der Elbe, unweit von Hamburg. Es wurde auch durch den wunderbaren Roman "Altes Land" von Dörte Hansen bekannt. Auch die gleichnamige Verfilmung ist sehr gelungen. Die aus Nordfriesland stammende Schriftstellerin hat mehrere Bücher geschrieben, die ich alle verschlungen habe.





Die Herkunft des Namens "Altes Land" erklärt sich so: Bei der Besiedlung der Elbmarsch nannte man Landstücke, die für die Bebauung erschlossen wurden “Altes Land”. Das noch zu erschliessende Land war das “Neue Land”. Irgendwann war alles erschlossen und das gesamte Land konnte besiedelt und bebaut werden, sodass nun das gesamte Gebiet zum “Alten Land” wurde. Es soll aber auch andere Herkunfsterklärungen geben...



Bei Glücksburg gelangt man mit der Fähre zur Südseite der Elbe ins Alte Land. Nur schon die Namen (Glücksburg, Altes Land) versprachen Romantik pur. Ich sah vor meinem inneren Auge herrliche Obstgärten mit alten Bäumen, in deren Schatten köstlicher Apfelkuchen serviert wird. Doch dann bin ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Die Obstgärten sind riesige kommerzielle Plantagen mit Niederstammbäumen, zu denen man keinen Zugang hat. Die Velowege führen deshalb meist stark befahrenen Strassen entlang und die Elbe sieht man wegen des Elbdammes praktisch nie.


Velotour auf verbotenen Wegen durch eine Obstplantage und schon sind wir in Hamburg!


Schön sind allerdings die Häuser und die Obsthöfe mit ihren schmucken Prunktoren. Auch das Städtchen Stade ist wirklich hübsch mit seinen alten Gassen, Läden und Restaurants. Durchs Städtchen hindurch fliesst die Schwinge, was im Zentrum so ein bisschen Venedig-Feeling aufkommen lässt. Stade ist sogar eine Hansestadt und war bis ins 13. Jahrhundert der wichtigste natürliche Hafen zwischen Cuxhaven und Harburg.


Stade im alten Land




Vermutlich tue ich dem "Alten Land" etwas unrecht. Bestimmt gibt es noch ganz viel Schönes zu entdecken hier. Man müsste sich etwas besser einlesen und man kann natürlich auch auf Obsthöfe, um einzukaufen oder an Führungen teilnehmen. Auch das Städtchen Buxtehude soll sehr schön sein. Doch wir müssen uns jetzt Richtung Westen aufmachen, um endlich unsere Freunde Christina und Dario einzuholen, die uns nun über einen Monat immer ein paar hundert Kilometer voraus waren.



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