Falling in Love with Gargano


Der Gargano hat sich unsere Herzen noch nicht ganz erschlossen. Die Küstenstrasse ist von Feriendörfern, Campingplätzen und Hotelanlagen mit so kitschig-verdächtigen Namen wie Azzuro, Arcobaleno (Regenbogen), Odissea oder - besonders originell - Canzone del Mare (Gesang des Meeres) gesäumt. Der öffentliche Zugang zum Meer bleibt einem mehrheitlich versperrt. Das Städtchen Vieste hingegen, ganz am Zipfel des Stiefelsporns, gefällt uns gut. Die Altstadt mit ihren engen Gässchen ist - wenn auch touristisch - sehr schön!


Women in Red auf einer Treppe in Vieste



Impressionen aus dem Städtchen Vieste



Doch dann dünnen sich die Feriendörfer aus, die Küste wird einsamer und spektakulärer und irgendwo zwischen Vieste und Mattinata finden wir unseren Campingplatz: Vignanotica. Auf spärlich besetzten Terrassen installieren wir unseren Eriba. Am Meer wartet ein spektakulärer Strand mit hohen Kalkfelswänden und zwei hübschen kleinen Strandcafés auf uns. Telefonempfang gibts kaum, Internet gar nicht. Hier lässt es sich wunderbar entspannen!



Fast alleine auf dem verträumten Campingplatz Vignanotica


Während wir in der Toskana unter duftenden Pinien und im Apennin unter blühenden Linden wohnten, schlafen wir jetzt unter olfaktorisch neutralen Olivenbäumen. Ab und zu fallen mir zwar ein paar unreife Früchte auf den Kopf, doch das ist mir egal. Während ich im Schatten döse, lausche ich dem Rauschen des Meeres, dem Gezeter der Zikaden und dem vertrauten Gebimmel von Kuhglocken. Kuhglocken? Quatsch denke ich, da spielt mir wohl die Hitze einen Streich. Doch dann höre ich es wieder, ganz laut und deutlich. Kuhglocken, ohne Zweifel! Und tatsächlich kann ich sie jetzt auch sehen. Auf einer Wiese über der Küste grast gemütlich eine Kuh-Herde. Meeresrauschen, Zikadenlärm und Kuhglocken - eine bessere Ferien-Mischung gibt es wirklich nicht! Buona notte!


Unser Traum-Strand in Vignanotica





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