Alles neu macht der Mai


Alles neu macht der Mai

Ja, wir haben ein neues geiles Teili! Es ist 576 Zentimeter lang und 210 cm breit. Die Höhe lässt sich beat-konform variieren. Das Teili heisst TROLL und ist ein Eriba-Wohnwägeli. Wir haben es bereits sehr lieb gewonnen.

Die erste Testfahrt führte uns nach Mexico. Wir dachten, wenn ein Bregenzer Campingplatz am Bodensee "Mexico" heisst, muss das ein wunderbar warmes Plätzchen sein. Nun denn, auf dem Pfänder lagen 30 cm Neuschnee und in der Nacht sanken die Temperaturen deutlich unter Null Grad. Die Diskussion, ob das verstellbare Zeltdach nachts oben bleibt (damit der Herr des Wagens aufrecht stehen kann) erübrigte sich sehr schnell. Bei diesen Temperaturen möchte selbst Eskimo Bieler ein bisschen Wärme speichern. Und schliesslich muss er ja nachts nicht rumlaufen, sondern schön still liegen und schweigen.

Wir warfen noch kurz die Heizung an, kuschelten uns in dicke Daunen-Decken und verabschiedeten uns ins Reich der Mexico-Träume. Nach ungefähr einer Minute ging das Licht vorne im Wagen an. Einfach so. Nun muss ich erwähnen, dass unser neuer Wohnwagen Lämpchen hat, die man NUR per Antippen aktivieren, bzw. deaktivieren kann. Also nix Ein- und Aus-Schalter. Und an die Sicherungen kommt man auch nicht ran. War mir irgendwie von Anfang an suspekt.

Und so gestaltete sich dann auch unsere Nacht lichtmässig recht turbulent. Wir betrieben echte Lichtverschmutzung am Bodensee. Das Lämpchen über unserem Sitzplatz brannte aber nicht einfach so gemütlich vor sich hin. Es gebärdete sich wie ein "täubelndes" Kind, das partout nicht ins Bett will. Es ging an und aus, an und aus, um irgendwann dann doch dauerhaft zu brennen. Um es auszuschalten, musste jedesmal einer aufstehen. Nach 20 Minuten gab ich entnervt auf und band mir einen Schal um die Augen. Blinde Kuh, sozusagen. Die Light-Show von nun an bitte ohne mich!

In der zweiten Nacht, blieb das blöde Licht mirakulöserweise dunkel, dafür schaltete sich jetzt das Lämpchen über der Spüle ein ... Immerhin weiss ich jetzt, wieso der Wagen "Troll" heisst.

Der Rest unseres Test-Wochenendes gestaltete sich hingegen makellos. Wir speisten auf Sabines Empfehlung urchig im Goldenen Hirschen, radelten anschliessend in den Sonnenuntergang und verbrachten den Sonntag mit einer herrlichen Rundwanderung auf dem Pfänder. Zum Abschluss legten wir uns in die "Strand-Bar" und tranken ein wohlverdientes Bier. Und in diesem Augenblick fühlten wir uns tatsächlich wie in Mexico!

Auf dem Pfänder-Höhenweg im Schnee - Chillen in der Beachbar Bregenz - Sonnenuntergang am Bodensee - fast wie in Mexico!

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